Die Brötchentaste und das Klima

Die Brötchentaste und das Klima

Man müsste, so lautet ein politisches Narrativ, endlich einen breiten gesellschaftlichen Konsens zugunsten einer klimaschützenden Mobilität beschließen.
Deutsche Übersetzung: Die Leute sollen mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren. Für so kurze Distanzen gehe das gut, und dann müsste man auch nicht
mehr mit dem Auto parken und bräuchte auch keine Brötchentaste.

Zur offenen Abschaffung derselben konnten sich die Auto-Leugner im Gemeinderat bisher offenbar noch nicht durchringen. Möglicherweise denken sie an die
schlechten Erfahrungen ihrer Gesinnungsgenossen in Bremen mit dieser Idee. Als Ersatzhandlung verbringt man lieber in den Ausschüssen Stunden damit, noch höhere
Parkgebühren zu fordern. Stuttgart gehört dabei ohnehin schon zu den teuersten Städten, ist bei den Parkhausgebühren Spitzenreiter vor Köln und Frankfurt am Main.

Anwohnerparken ist in Stuttgart zwar recht günstig, aber im Schnitt kommen 1,5 Autos auf einen freien Stellplatz, und jeder weitere Parkplatzabbau verschlimmert die Situation.
Das scheint diejenigen im Gemeinderat aber nicht anzufechten, die glauben, unsere Stadt könne so etwas wie „Klimaneutralität“ im Jahr 2035 erreichen, und dabei helfe es, alte Leute zu Fuß
zum Einkaufen zu schicken. Wir meinen: Statt die Bürger mit Gebührenerhöhungen und Stellplatzentzug zu quälen, muss man sie entlasten und ihnen das Leben auch als Autofahrer so leicht wie möglich machen.

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